Evaluation

Photo by Rubbertoe (Robert Batina) / CC BY

Wozu dient Auswertung, insbesondere bei Projekten?

Der Begriff Evaluation taucht im Zusammenhang mit Projekten häufig auf – beschränkt sich in der Realität allerdings oft auf ein Abschlusstreffen oder einen Fragebogen. Wir möchten Sie ermuntern, die Evaluation Ihrer Projekte umfassender zu verstehen und die gesamte Begegnung unter unterschiedlichen Aspekten auszuwerten.

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Albert Einstein

Ein Gespräch über positive Eindrücke ist angenehm. Allerdings liefern vor allem die weniger positiven Erfahrungen wertvolle Informationen darüber, was es für das nächste Mal zu verändern oder zu korrigieren gilt. Mit Hilfe der Auswertung können wir die Qualität der Begegnung überprüfen und Grundlagen für die Weiterentwicklung unserer Projektarbeit schaffen. In einer erfolgreichen Evaluation werden geeignete Fragen gestellt. Bei der Evaluation sammeln wir also qualitative und quantitative Daten, die wir analysieren und im Kontext unserer vorher definierten Ziele und Erwartungen interpretieren. Die Interpretation bringt uns einer erfolgreichen nächsten Begegnung näher.

Evaluation in der Praxis

Wie bereits erwähnt hängt eine erfolgreiche Evaluation von der geeigneten Fragestellung ab. Mit der Evaluation internationaler Jugendbegegnungen bieten wir ein praktisches Instrument an. Es ermöglicht eine Überprüfung, ob definierte Ziele erreicht wurden und was die Teilnehmenden einer Begegnung in ihrem Verlauf erlebt haben. Darüber hinaus hilft es, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was bei der Organisation der nächsten Begegnung anders geplant werden sollte, und welche Elemente sich bewährt haben. Dieses Werkzeug gibt Ihnen die Möglichkeit, die Fragebögen selbst zu erweitern. Anregungen dazu finden Sie in der Publikation Jugend begegnet Zukunft.

Essentielles Element von Evaluation sind häufige Teamtreffen, die idealerweise schon vor der ersten Begegnung der Teilnehmenden beginnen. Dabei verständigen Sie sich auf gemeinsame Ziele und teilen Arbeitsbereiche (anhand eigener Fähigkeiten und Bedürfnisse) auf. Wir empfehlen Ihnen, gleichzeitig im Blick zu behalten, dass Sie Ihren Weg zu Zielen und Teilzielen jederzeit flexibel an dynamisch ablaufende Gruppenprozesse anpassen. Deshalb ist es darüber hinaus sinnvoll, Zwischenevaluationen einzuplanen, was in der Ermüdungsphase durchaus angebracht ist. Für die Evaluation in der Gruppe hält unser Sherpa für Sie zwei beispielhafte aktive Methoden für bereit: Baum der Wünsche (Beginn), Kunst zum Abschluss (Ende). Weitere Methoden gibt es im Praxis-Handbuch für den deutsch-polnischen Jugendaustauch, Das hat Methode!.

Anhaltende Verbesserung Ihrer Projekte in kleinen Schritten

Während eines abschließenden Evaluationstreffens ist es wichtig, die Meinung aller Seiten zu hören. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten die Chance haben, ihre Ansichten und Bedürfnisse auszudrücken und genauso die Meinungen und Gefühle der anderen aufmerksam zur Kenntnis nehmen. Wenn eine Begegnung evaluierend begleitet wird, fällt es am Ende leichter, die einzelnen Aktivitäten des Projekts zu bewerten. Die Evaluationsergebnisse helfen bei einer besseren Vorbereitung der nächsten Begegnung und fördern somit langfristig die Qualität Ihrer Projekte. Dies ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

 

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