Wirtschaft

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Wirtschaft in einer globalisierten Welt

Ist von Wirtschaft die Rede, muss auch der Globalisierungsprozess Erwähnung finden, der zu immer größerer wechselseitiger Abhängigkeit von Staaten, Wirtschaften, Gesellschaften und Kulturen führt. Beschrieben wird damit ein Prozess, in dem Entscheidungen und Ereignisse in einem Teil der Welt Konsequenzen für Gesellschaften in weit entfernten Orten des Erdballs haben.

Bewusster Konsum und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

Immer mehr Menschen greifen beim Einkauf zu lokalen und weniger stark verarbeiteten Produkten, verbrauchen weniger Energie, gehen sparsamer mit Wasser um und sind bereit mehr zu zahlen, wenn sie wissen, dass im Herstellungsprozess keine Kinder zur Arbeit eingesetzt oder Pestizide verwendet wurden. Dies ist nur eine Auswahl an Beispielen in einer langen Liste von sich langsam verändernden Konsumgewohnheiten der Menschen. Dieses Thema lässt sich in Jugendbegegnungen durch die Methode Kritischer Einkaufsbummel gemeinsam kennenlernen.

Immer häufiger trifft man auf den Begriff 'Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen' (engl.: Corporate Social Responsibility, CSR) und immer mehr Firmen und Unternehmen erklären, die Grundsätze dieses Konzepts zu kennen und in ihre Strategien zu implementieren. Die beabsichtigte Irreführung mit dem Ziel, Firmen und Produkte als umweltfreundlich und sozial verträglich zu bewerben, wird als 'greenwashing' bezeichnet und beruht meist auf der Verheimlichung ungünstiger Eigenschaften, der Einführung unklarer oder verallgemeinernder Begriffe oder der Verwendung frei erfundener Zertifikate. Die Europäische Kommission definiert CSR als Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.

Auf den Spuren der Nobelpreisträgerin

Wenn wir die wirtschaftlichen Zusammenhänge betrachten, ist es auch wichtig sich die Frage zu stellen, wie wir mit Ressourcen umgehen. Wälder, Fischvorkommen, Weideflächen oder Erdölfelder durch kooperatives Handeln der nutzenden Menschen und ohne die Beteiligung von privaten Firmen oder staatlichen Institutionen zu nutzen – dazu überzeugt Elinor Ostrom mit Ihren Arbeiten zum Ressourcenmanagement, wofür sie als erste Frau den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Einen Zugang zu diesen weltbewegenden Erkenntnissen eröffnen die Simulationen Fishbanks und ForesTRY.

Weitere Anregungen entnehmen Sie bitte der Publikation Jugend begegnet Zukunft

 

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