Bildung für nachhaltige Entwicklung

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Warum ist Bildung für nachhaltige Entwicklung sinnvoll?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt Wissen über globale Abhängigkeiten und darüber, wie unser alltägliches Leben diese beeinflusst. Sie zeigt Wege zur bewussten Nutzung und gerechten Verteilung von Ressourcen auf, wobei die natürliche Umwelt geschont und wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht wird. Sie regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir unsere natürliche Umwelt schützen und wie wir uns verhalten können, um diese unbeschädigt an die Generationen nach uns weiterzugeben.
BNE trägt dazu bei, dass Menschen ihre eigenen alltäglichen Handlungsweisen reflektieren, wie etwa den Einkauf von Lebensmitteln und Kleidung oder die Nutzung von Transportmitteln, Wasser und Strom oder ebenso den Umgang mit anderen Menschen. BNE macht uns bewusst, dass wir alle mit unseren Alltagsgewohnheiten und daher mit Veränderungen dieser zum Einen unser lokales Umfeld beeinflussen und zum Anderen das Klima und das Schicksal von Menschen in anderen Ländern. BNE vermittelt also Bewusstsein und Kompetenzen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Wahl liegt bei uns.

Zukunftsorientierung

Institutionen der formalen Bildung, vor allem Schulen, vermitteln Wissen zumeist auf der Basis von Strategien, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Sie bereiten auf eine erfolgreiche Bewältigung der Zukunft vor, indem sie unterstellen, dass diese eine bloße Fortschreibung der Gegenwart sei. Eine solche Herangehensweise ist jedoch wenig hilfreich für nachhaltige Entwicklungsprozesse. Deshalb nehmen vorausschauende Strategien, die eine offene Auseinandersetzung mit Zukunft ermöglichen, in der BNE eine besondere Rolle ein.

Gestaltungskompetenz

BNE fördert die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung praktisch anzuwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen. Dafür ziehen die Beteiligten aus einer Analyse von Gegenwart und Zukunft Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen, die auch deren wechselseitige Abhängigkeiten miteinbeziehen. Anschließend treffen sie gemeinsame Entscheidungen, um nachhaltige Entwicklungsprozesse zu starten. Diese Entscheidungen müssen auf individueller, gemeinschaftlicher und politischer Ebene nachvollzogen und umgesetzt werden. Die dazu notwendigen Gestaltungskompetenzen umfassen z. B. Kompetenzen in den Bereichen Motivation, Partizipation oder Empathie.

Weitere Informationen zum Thema Kompetenzen sowie Methodenbeispiele sind in der Publikation Jugend begegnet Zukunft zusammengefasst.

 

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